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Gedanken zum Monatsspruch September 2021

Gedanken zum Monatsspruch September 2021


# Monatsandacht
Datum der Veröffentlichung Veröffentlicht am Mittwoch, 1. September 2021, 00:00 Uhr
Gedanken zum Monatsspruch September 2021

Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.  (Haggai 1, 6)

Wer den Kontext des Propheten Haggai nicht zur Kenntnis nimmt, kann nicht verstehen, was gemeint ist. Hier geht es nicht um das Moralaposteln selbstgerechter Miesepeter. Hier kommt der Mensch in den Blick, der Gott vergessen hat. Im Namen des HERRn liest der Prophet Haggai nach dem Ende des babylonischen Exils dem müden Volk die Leviten. Alles bleibt sinnlos und leer, wenn es nicht in Bezug auf Gott getan oder gelassen wird. Saat, Nahrung, Wein, Kleidung und Geld – alles vergeht und wird schlecht, wenn es nur um seiner selbst willen, nur dem Nutzen nach da ist. Jeder Bissen, Schluck und Atemzug aber soll ein Halleluja sein – im Bewusstsein, dass es von Gott gegeben und zum Lobe Gottes da ist.

Haggai erinnert das Volk daran, sich nicht einfach auf das Leben zu stützen und dabei Gott zu vergessen; vielmehr der Tempel muss wieder aufgebaut werden und Gottesdienst ist zu feiern. Immer und unter allen – wirklich allen – Umständen. Danach wird jeder Bissen seinen Geschmack bekommen; jeder Schluck nach Himmel schmecken und jeder Atemzug mit Geist erfüllt sein. Der Tempel (die Kirche) mit seinen Gottesdiensten als Vergegenwärtigung für vergessliche, ängstliche, gottlose und selbstbezogene Menschen. Wie nah uns ein solches Wort kommen kann! Erst wenn wir wieder entdecken, dass alles Gabe, Geschenk und Gnade ist, werden wir wieder erfüllt leben. Im Gottesdienst, in unseren Kirchen, unter dem Wort der Heiligen Schrift ist das leichter zu erinnern und wiederzufinden und zu lernen, als in der vollverbilderten Scheinwelt der Nützlichkeit!

„Achtet doch darauf, wie es euch geht!“ (Haggai 1,5+7) ruft der HERR den Seinen zu. Wie geht es uns wirklich???

Pfr. Dr. Uwe Weise